Social Media Marketing – Best Practices
18. Februar 2010 in Marketing 2.0, Social Media - Antworten
Auch im Social Media Bereich macht Ikea vieles kreativer als andere. Bestes Beispiel ist die erfolgreiche Kampagne Ende letzten Jahres auf Facebook.
Ziel war es, überregionale Aufmerksamkeit zur Eröffnung einer neuen Filiale in Malmö zu schaffen. Am Ende verteilte sich die Ikea-Markenbotschaft in der ganzen Welt. Im Mittelpunkt stand ein Profil bei Facebook mit ein paar Bildern aus der Wohnwelt von Ikea. Nutzer konnten die abgebildeten Möbelstücke mit Ihrem Namen taggen. Der jeweils erste, der dies gemacht hatte, bekam dieses Möbelstück als Geschenk.
Der Erfolg der Kampagne war überwältigend, da durch das Taggen die Marke Ikea sowie die Bilder der Wohnwelten im Newsstream der jeweiligen Freunde erschienen. Jeder Tagger wurde zum Multiplikator der Botschaft. Es wurden binnen sehr kurzer Zeit Tausende von Nutzern erreicht. Es ist immer wieder verblüffend, wie einfach, schnell und günstig eine gute Kampagne bei entsprechendem Social Media-Knowhow umgesetzt werden kann. Auch die PR-Seite wurde mit dieser Idee bedient: weltweit berichteten Blogs und Agenturen über die Kampagne.
Hier die Details dieser Social Media-Kampagne auf Facebook etwas multimedialer aufbereitet:
Ikea ist allerdings auch mit (mittlerweile) traditionellen Maßnahmen wie einer Facebook-Seite erfolgreich. Die Facebook-Seite umfasst derzeit fast 50.000 Fans. Ergänzt wird das Ganze natürlich auch durch zahlreiche „banned commercials“, die bei youtube verfügbar sind, sich viral verbreiten und jeweils einige Hundertausend Male angeschaut wurden.
Nun hat Ikea im Bereich Social Communities nachgelegt. Mit einer eigenen Community werden Marke und Produkte inszeniert. Unter dem Motto „Dein Zuhause im Netz“ können Nutzer eigene Wohnwelten entstehen lassen, verschiedene Wohnstile und Möbelvariationen ausprobieren oder sich einfach inspirieren lassen. Dazu kann man sich mit der Community austauschen, Wohnideen teilen und bewerten, Aufbauhilfen geben oder erhalten oder eigene Einrichtungstipps präsentieren.

Einzigartig ist eine Ergänzung des Nutzerprofils mit einem persönlichen Film, in dem das Community-Mitglied zu sehen ist. Um den Film zu erstellen, geht Ikea mit einer Greenbox auf Tour. Nutzer können sich hier filmen lassen. Anschließend können verschiedene Hintergründe oder Gestaltungselemente eingeblendet werden. Dabei ist es sogar möglich virtuelle Gäste in der virtuellen Wohnung zu empfangen.
Ich bin sehr gespannt, wie sich die Community entwickelt und was Ikea künftig noch zum Thema Marketing 2.0 beisteuert.
Mehr Infos zur Community sowie die Tourdaten der Greenbox finden sich in der Ikea-Pressemeldung.
Social Media ROI: Socialnomics
16. November 2009 in Marketing 2.0, Social Media - Antworten
Ein erfrischendes neues Video zum Thema Social Media ROI mit schönen “nachdenkenswerten” Aussagen.
Toll finde ich Play to Play anstelle von Pay to Play und die Frage wieviel ROI hat Ihr Handy?
Studie: Social Technographics Profile für deutsche Studenten
27. Oktober 2009 in Marketing 2.0, Social Media - 1 Kommentar
Ziel der Studie war es, die Erfahrung von Studenten mit Social Media einzuschätzen. Zur Einschätzung der Studenten habe ich die Social Technographics von Forrester herangezogen. Mit den Social Technographics können Nutzer nach ihrem Verhalten im Social Web in verschiedene Nutzergruppen eingeteilt werden.
Die Social Technographics beschreiben die Nutzergruppen Creators, Critics, Collectors, Joiners, Spectators und Inactives. Die Gruppen sind dabei überlappend. Folgende Präsentation gibt hierzu eine gute Übersicht (ausführliche Beschreibungen finden sich in Groundswellvon Li & Bernoff).
Großer Vorteil der Social Technographics ist, dass Forrester sie in aggregierter Form öffentlich zur Verfügung stellt. Daher können interessante Vergleiche zwischen Ländern, Altersgruppen oder Geschlechter gemacht werden.
Methodik und Ergebnisse der Untersuchung
Die Erhebung wurde mittels eines Onlinefragebogens durchgeführt. Die Untersuchungsstichprobe umfasste Studenten der FH Kiel. In dieser Stichprobe war auch der Kurs Onlinemarketing. Da hier von einer höheren Nutzung von Social Media auszugehen war, wurde diese Gruppe getrennt ausgewertet.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Studenten sehr “weit entwickelt” sind. Sie nutzen Social Media in hohem Maße. 52 % sind Creators, das heißt, dass sie sich im Social Web aktiv verhalten und eigenen User Generated Content produzieren. Typische Aktivitäten sind hierbei bloggen, der Unterhalt einer eigenen Website oder das Hochladen von Bildern und Videos bei YouTube oder Flickr. Selbst ohne die Studenten des Kurses Onlinemarketing ist der Anteil der Creators bei 43%. Im Kurs Onlinemarketing war er erwartungsgemäß mit 73% sehr hoch.
Bemerkenswert ist, dass es keine Inactives gibt. Das heißt, dass alle befragten Personen in irgendeiner Form User Generated Content produzieren oder zumindest nutzen bzw. konsumieren.
Die folgende Abbildung zeigt die entsprechenden Altersgruppen von Deutschland und den USA. Im Vergleich mit den studentischen Altersgruppen zeigt sich, dass die Studenten das Social Web wesentlich intensiver nutzen als der deutsche Durchschnitt. Vielmehr gleichen die Entwicklungsstufen der deutschen Studenten denen der entsprechenden Altersgruppen in den USA.

Interpretation der Ergebnisse
Die hohe Verwendung von Social Media bei Studenten könnte an der hohen Interneterfahrung der Studenten liegen. Studenten müssen sich aufgrund ihres Studiums intensiv mit dem Medium Internet auseinandersetzen. Für Vorlesungsunterlagen, Kurseinschreibungen und Recherchen u.v.m. muss das Internet benutzt werden. Ob eine hohe Interneterfahrung wirklich Rückschlüsse auf die Nutzung des Social Webs zulässt, wurde (noch) nicht untersucht.
Die wertvolle Erkenntnis der hohen Entwicklungsstufe bei Studenten hat zwei wesentliche Implikationen auf Untersuchungen mit Studenten im Onlinebereich:
- Studenten spiegeln nicht den bundesdeutschen Durchschnitt in der Nutzung des Social Webs wider. Eine Projektion von Untersuchungen mit Studenten im Themenbereich Social Media sollte somit stets hinterfragt werden.
- Allerdings sind Studentensamples in diesem Zusammenhang für einen kurzen bis mittelfristigen Blick in die Zukunft bestens geeignet. Das Verhalten im Social Web gleicht dem der weiter entwickelten amerikanischen Altersgruppen.
Limitationen der Untersuchung
Im Kern gibt es drei Limitationen:
- Es wurden nur Studenten der FH-Kiel befragt, die mindestens einen Kurs am Fachbereich Wirtschaft belegten.
- Der Stichprobenumfang ist gering.
- Die Fragen zur Erfassung der Social Technographics Profile waren nur in englischer Sprache bekannt. Bei der Übersetzung der Fragen kann es in den Formulierungen Abweichungen im Vergleich zu den Befragungen von Forrester gegeben haben.
Beide Limitationen beeinträchtigen die zentralen Erkenntnisse kaum. Ob und in welchem Maße eine hohe Interneterfahrung mit einer höheren Nutzungsintensität des Social Webs in Verbindung steht, werden weitere Analysen und Untersuchungen zeigen.
Kostenlose eBooks zum Thema Social Media
13. Oktober 2009 in Social Media - Antworten
Im Netz gibt es eine Reihe kostenlose eBooks rund um den Bereich Social Media.
Hier der Link zum aktuellsten Buch (via @srassl). Chris Brogan hat hier ein paar nette Details zusammengefasst.
Eine ganze Reihe weiterer Bücher zu Social Media und anderen Themen – nämlich 42 Bücher – gibt es bei web-ideas.de (via @ibo). Die Liste ist zwar schon etwas älter, aber ein paar Schätzchen mit vielen interessanten Aspekten lassen sich auch hier finden. Viel Spaß beim Schmökern!
Hier die Liste:
Social Media Marketing Kit
Dieses Kit kommt mit einem Video (51 MB, WindowsMediaVideo) und einem 49-seitigen PDF daher und ist es wirklich wert einmal durchgelesen bzw. angesehen zu werden.
The Essential Guide to Social Media
Kostenloser Leitfaden über Web 2.0 und Social Networks von Brian Solis
The Art and Science of Social Media and Community Relations
Eine weiteres Gratis eBook von Brian Solis – Social Media & Communities
The Art of Listening and Engagement Through Social Media
Das dritte kostenlose eBook von Brian Solis – Social Media Marketing zur Kundenbindung
How to Write a Marketing Plan
Wie man eine erfolgreiche Marketing Strategie entwickelt
Marketing With Case Studies
Warum eine Fallstudie oder ein genaue Strategie für den Erfolg so wichtig ist und wie man sie macht.
Social Media Optimierung am Beispiel von Barack Obama
Studie über das erfolgreiche Social Media Marketing von Barack Obama
Get Viral Get Visitors
Wie man mit viralem Marketing zu mehr Besuchern kommt.
Anleitungen und Infos
Social Media and Social Networking Starting Points
Zwar nur 7 Seiten stark, aber dennoch ein gutes Werk um ins Social Networking zu starten.
Social Networking and The Employer’s Dilemma
Ein kleiner Wegweiser um das Risiko im Social Networking so gering wie möglich zu halten.
Blogs & Social Media
Wie Social Media und Blogs die Werbung und das Marketing beeinflußen.
We Have a Website. Now What?
Lesenswertes, englisches eBook über Suchmaschinenoptimierung. Vor allem für Anfänger gut geeignet.
Masters of Marketing
Beispiele für erfolgreiches Online Marketing
Marketing Apple
Warum Apple´s Marketing so erfolgreich ist
A Primer in Social Media
Einführung in den Bereich Social Media
The Zen of Blogging
Ebook über die Kunst des Bloggens
Geeks Guide to Promoting Yourself With Twitter
Anleitung über die Selbstvermarktung mit Twitter
Social Web Analytics
Ebook über die Social Web Analyse
SEO for WordPress blogs
Suchmaschinenoptimierung für WordPress Blogs
Learning Web 2.0
Einführung in das Thema Web 2.0
We Media: How audiences are shaping the future of news and information
Die Zukunft des Journalismus im Web 2.0
SEO für WordPress
Deutsches eBook zur Suchmaschinenoptimierung von WordPress Blogs für Anfänger und Fortgeschrittene.
E-Mail & Podcast Marketing
Increasing the Response to Your Email Marketing Program
Ebook über ein effektives Emailmarketing
Podcast Marketing eBook
Auch Podcasts kann man mit diesem Ebook besser vermarkten
Usabilty
Introduction to Good Usability
Tipps und Tricks für eine optimierte Usabilty
Research-Based Webdesign & Usabilty Guidelines
Englisch, diverse gratis eBooks über Usability
Usabilty Guidelines aus dem Jahre 2006. Downloadbar als 161 MB starkes PDF, oder nach Kapiteln unterteilt in vielen kleinen eBooks. Ist zwar schon 2 Jahre alt, gilt aber dennoch für die meisten Websseiten. Usability.gov ist auch eine Quelle die wirklich einen Besuch wert ist, wenn man sich mit Usability auseinandersetzt.
Social Networks in Unternehmen
Effective Internet Presence
Wie präsentiert man sich oder sein Unternehmen am effektivsten im Internet?
Google Adwords Secrets
Ebook über die besten Tipps und Tricks zu Google Adwords
The New Rules of Viral Marketing
Wer diese Grundregeln beachtet vermarktet auch erfolgreich im viralen Marketing
Strategic Communications – Planning a free eBook
Auch ein Ebook braucht eine Marketing Strategie
Twitter for Business
Wie man Twitter erfolgreich im Unternehmen einsetzt
New_Rules_Of_Business_Blogs
Wie man Blogs in Unternehmen sinnvoll nutzen kann
What is Social Media?
Was bedeutet eigentlich Social Media und wie nutze ich es am besten?
Social Media Liabilities in the Enterprise
Social Media in Unternehmen verpflichtet auch
Social Networking, the “Third Place”, and the Evolution of Communications
Wie und warum man in Social Networks kommunizieren sollte
Sales 2.0 – Leveraging Web 2.0 to Sell
Wie man die Social Networks zum Verkaufen nutzt
Distributed Influence: Quantifying the Impact of Social Media
Die Macht und der Einfluß von Social Media
Using Social Networking for Business
Soziale Netzwerke in Unternehmen sinnvoll einsetzen
The Social Networking Arena: A Platform for Innovation
Soziale Netzwerke als Antreiber von Innovationen
Leveraging Social Networks to Motivate Individuals to Reduce their Ecological Footprints
Wie nutze ich Social Networks am besten für mich selbst?
Enterprise 2.0: How Companies Are Adopting the Newest Web 2.0 Technologies
Wie Unternehmen die Vorteile von Social Networks und Web 2.0 Technologien für sich nutzen können.
Social Networking – Brave new World or Revolution from Hell
Kostenloses eBook über die Vor- und Nachteile des Social Networkings.
web-ideas.de
Veranstaltung: Social Media in der Unternehmenskommunikation
5. Oktober 2009 in Social Media - Antworten
Am 7. Oktober, also übermorgen, veranstaltet die Gesellschaft für Public Relations Agenturen e.V. einen Vortrags- und Diskussionsabend (18-21 Uhr).
Inhalte sind u.a.
eine kritische wie pragmatische Betrachtung von Phänomenen wie Twitter, Blogs und sozialer Netzwerke sowie deren Nutzbarkeit für die kommerzielle Unternehmenskommunikation [...] Daher beginnt die Veranstaltung auch mit einem Crashkurs über die Funktionsweisen neuer wie sozialer Medien, zeigt dann gute wie schlechte Beispiele [...] presseportal.de
Der Veranstaltung kann jeder live im Internet via Livestream (www.zaplive.tv/web/gpra) oder via Twitter (#gpracsm) folgen. Über den zaplive-Chat können Fragen gestellt werden. Da auch eine Twitterwall vorhanden sein wird, sollte dies auch via Twitter funktionieren.
Ich hoffe, ich habe Zeit…
[via presseportal.de]
